Kredit & Finanzierung · Wissen
Die Schufa ist Deutschlands größte Wirtschaftsauskunftei. Sie speichert Daten zu deinen Zahlungsverpflichtungen und errechnet daraus einen Bonitäts-Score — je höher (nahe 100 %), desto besser deine Kreditwürdigkeit. Er entscheidet mit über Kredite, Mietwohnungen, Handyverträge und die Konditionen, die du bekommst. Einmal im Jahr kannst du deine Datenkopie kostenlos anfordern. Hier erfährst du, wie der Score funktioniert und wie du ihn verbesserst.
Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) sammelt Informationen über das Zahlungsverhalten von Verbrauchern und berechnet daraus einen Score-Wert zwischen 0 und 100 %. Er schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass du Rechnungen und Kredite zuverlässig zahlst. Banken, Vermieter und Händler fragen ihn ab, bevor sie einen Vertrag schließen. Deine Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist einmal jährlich kostenlos — du solltest sie regelmäßig auf Fehler prüfen.
Die Schufa ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das Daten zur Kreditwürdigkeit von rund 68 Millionen Menschen in Deutschland führt. Vertragspartner wie Banken, Telekommunikationsanbieter und Versandhändler melden ihr, wie du deinen Verpflichtungen nachkommst.
Gespeichert werden vor allem Konten, Kredite, Handyverträge, Kreditkarten und ob du deine Raten pünktlich zahlst. Auch negative Merkmale wie titulierte Forderungen oder ein Inkassoverfahren landen dort. Nicht gespeichert werden dagegen dein Einkommen, Vermögen, Beruf oder deine Kontostände.
| Gespeichert wird | Nicht gespeichert |
|---|---|
| Girokonten, Kreditkarten | Einkommen & Gehalt |
| Kredite & Ratenzahlungen | Vermögen & Sparguthaben |
| Handy-/Leasingverträge | Beruf & Arbeitgeber |
| Zahlungsausfälle, Inkasso | Kontostand & Umsätze |
| Anfragen zu Krediten | Religion, Nationalität |
Der Basisscore ist ein Prozentwert zwischen 0 und 100. Er drückt aus, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass du deinen Zahlungen nachkommst — je höher, desto besser. Zusätzlich gibt es branchenspezifische Scores (etwa für Banken oder Handel), die Vertragspartner in einer Skala von Risikostufen erhalten.
| Basisscore | Einordnung |
|---|---|
| über 97,5 % | sehr geringes Risiko — sehr gute Bonität |
| 95 – 97,5 % | geringes bis überschaubares Risiko |
| 90 – 95 % | zufriedenstellend bis erhöht |
| 80 – 90 % | deutlich erhöhtes Risiko |
| unter 80 % | hohes bis sehr kritisches Risiko |
Die genaue Formel ist ein Geschäftsgeheimnis, doch die Richtung ist bekannt: Am stärksten zählt dein bisheriges Zahlungsverhalten. Pünktliche Zahlungen wirken positiv, offene oder verspätete Forderungen negativ. Daneben spielen die Zahl und Dauer deiner Verträge eine Rolle.
Du hast nach Art. 15 DSGVO das Recht, einmal jährlich eine kostenlose Kopie aller über dich gespeicherten Daten zu erhalten — die sogenannte Datenkopie. Sie zeigt dir alle Einträge und deinen Score. Verwechsle sie nicht mit kostenpflichtigen Bonitätsprodukten, die manche Anbieter prominent bewerben.
Auf der offiziellen Schufa-Website die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO auswählen — nicht das kostenpflichtige Abo.
Persönliche Daten angeben und dich ausweisen. Die Auskunft kommt in der Regel innerhalb weniger Tage bis Wochen.
Alle Positionen kontrollieren: Stimmen die Verträge? Gibt es veraltete oder falsche Negativeinträge?
Falsche Einträge kannst du bei der Schufa beanstanden und löschen oder berichtigen lassen — das kann den Score spürbar heben.
Den Score verbesserst du vor allem durch verlässliches Zahlungsverhalten und aufgeräumte Verträge. Über Nacht geht das nicht — aber mit etwas Geduld lassen sich die wichtigsten Stellschrauben drehen.
Recht auf kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO (einmal jährlich unentgeltlich). Score-Skala 0–100 % (Basisscore) und branchenspezifische Scores nach Angaben der SCHUFA Holding AG; die genaue Berechnungsformel ist nicht öffentlich. Löschfristen für Einträge richten sich nach den Verhaltensregeln der Wirtschaftsauskunfteien und der DSGVO. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Finanzberatung. Rechtsstand 2026.