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Kredit & Finanzierung 2026

Effektivzins-Rechner

Der Sollzins allein sagt wenig — erst der effektive Jahreszins macht Kredite vergleichbar. Dieser Rechner ermittelt aus Kreditbetrag, Sollzins, Laufzeit und einmaligen Kosten (Bearbeitung, Disagio, Vermittlung) den echten Effektivzins nach Preisangabenverordnung — und zeigt, wie stark Gebühren ihn über den Sollzins treiben.

Stand: Juni 2026 Methodik nach PAngV Kostenlos & ohne Anmeldung
Kredit
KreditbetragNennbetrag
Sollzins p. a.Nominalzins laut Angebot
%
Einheit
Laufzeit
Jahre
Einmalige Kosten
Einheit
KostenBearbeitung, Disagio, Vermittlung
%
Effektiver Jahreszins
6,73 %
Sollzins 5,50 % · +1,09 Prozentpunkte durch Kosten
So entsteht der Effektivzins
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Direkt beantwortet

Ein Kredit über 10.000 € zu 5,5 % Sollzins über 4 Jahre mit 200 € Einmalkosten hat einen effektiven Jahreszins von rund 6,7 % — gut einen Prozentpunkt über dem Sollzins. Der Effektivzins ist die einzige ehrliche Vergleichsgröße zwischen Krediten.

Wie unterscheidet sich der Effektivzins vom Sollzins?

Der Sollzins (Nominalzins) ist der reine Zins auf die Kreditsumme. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich alle preisbestimmenden Kosten und berücksichtigt, wann du was zahlst. Er drückt die tatsächliche jährliche Belastung aus — und liegt deshalb fast immer über dem Sollzins.

Auszahlung = Σ Rate ÷ (1 + r)ⁿ
Der effektive Jahreszins r ist der Zinssatz, bei dem der Barwert aller Raten genau dem Betrag entspricht, der dir tatsächlich ausgezahlt wird. Werden Kosten einbehalten, sinkt die Auszahlung — und r steigt.

Im Beispiel zahlst du 48 Raten zu je 232,56 €, bekommst aber nach Abzug von 200 € Kosten nur 9.800 € ausgezahlt. Genau dieser Unterschied hebt den Effektivzins von 5,64 % (reiner Sollzins-Effekt) auf 6,73 %.

Was zählt in den Effektivzins hinein?

  • Unterjährige Verzinsung: Da Zinsen monatlich anfallen, wirkt der Sollzins über das Jahr etwas höher.
  • Disagio / Auszahlungsabschlag: Wird weniger ausgezahlt als vereinbart, steigt der Effektivzins.
  • Vermittlungs- und Kontoführungskosten: sofern sie zwingend mit dem Kredit verbunden sind.
Vergleiche immer am Effektivzins

Banken müssen den effektiven Jahreszins nach Preisangabenverordnung (PAngV) ausweisen — er ist die gesetzlich vorgeschriebene Vergleichsgröße. Klassische Bearbeitungsgebühren sind bei Verbraucherkrediten seit 2014 unzulässig; andere Kosten wie Disagio, Vermittlungsprovisionen oder eine zwingende Restschuldversicherung erhöhen den Effektivzins dagegen weiterhin.

Beispielrechnung

10.000 € Kredit, 5,5 % Sollzins, 4 Jahre Laufzeit, 200 € Einmalkosten (2 % des Betrags). Die Kosten werden vom Auszahlungsbetrag einbehalten — du bekommst 9.800 € und zahlst trotzdem die volle Rate auf 10.000 €.

Kreditbetrag (Nennbetrag)10.000 €
Sollzins p. a.5,5 %
Laufzeit48 Monate
Einmalkosten200 €
Auszahlung an dich9.800 €
Monatsrate232,56 €
Gesamtkosten (Zinsen + Gebühren)+ 1.363 €
Effektiver Jahreszins6,73 %

Ohne die 200 € Kosten läge der Effektivzins bei 5,64 % — allein durch die unterjährige Verzinsung. Die einbehaltenen Kosten heben ihn um mehr als einen Prozentpunkt. Die Tabelle unten zeigt, wie der Effektivzins mit der Kostenhöhe steigt.

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Wie treiben Kosten den Effektivzins?

Auszahlung und effektiver Jahreszins für deine aktuellen Eingaben (10.000 € Kredit, 5,5 % Sollzins, 48 Monate) bei verschiedenen Einmalkosten. Schon kleine Gebühren verschieben den echten Zins spürbar.

Einmalkostenin EuroAuszahlungEffektivzins
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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?
Der Sollzins ist der reine Zins auf die Kreditsumme. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich preisbestimmende Kosten und die unterjährige Verzinsung. Er gibt die tatsächliche jährliche Belastung an und ist die gesetzlich vorgeschriebene Vergleichsgröße nach PAngV.
Wie wird der Effektivzins berechnet?
Der Effektivzins ist der interne Zinsfuß: der Zinssatz, bei dem der Barwert aller Raten genau dem ausgezahlten Betrag entspricht. Der Rechner löst diese Gleichung numerisch und rechnet das monatliche Ergebnis auf einen Jahreszins hoch. Werden Kosten vom Auszahlungsbetrag einbehalten, steigt der Effektivzins.
Sind Bearbeitungsgebühren bei Krediten erlaubt?
Der Bundesgerichtshof hat 2014 entschieden, dass pauschale Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherdarlehen unzulässig sind. Andere Kosten können den Effektivzins aber weiterhin erhöhen: ein Disagio, Vermittlungsprovisionen oder eine zwingend abzuschließende Restschuldversicherung. Solche Kosten kannst du im Feld „Einmalige Kosten" abbilden.
Warum bekomme ich weniger ausgezahlt als den Kreditbetrag?
Wenn Kosten wie ein Disagio direkt einbehalten werden, ist die Auszahlung niedriger als der Nennbetrag — im Beispiel 9.800 € statt 10.000 €. Die Raten berechnen sich aber weiter auf den vollen Nennbetrag. Genau dieser Unterschied lässt den Effektivzins über den Sollzins steigen.
Ist der berechnete Effektivzins verbindlich?
Nein. Der Rechner liefert einen mathematisch korrekten Richtwert auf Basis deiner Eingaben und eines einbehaltenen Einmalbetrags. Der im Kreditvertrag ausgewiesene effektive Jahreszins ist maßgeblich und kann je nach Kostenstruktur abweichen. Die Berechnung ersetzt keine Finanzberatung.
Quellen & Methodik

Der effektive Jahreszins wird als interner Zinsfuß bestimmt: Gesucht ist der monatliche Zinssatz, bei dem der Barwert aller Monatsraten dem Auszahlungsbetrag (Nennbetrag abzüglich einbehaltener Einmalkosten) entspricht; das Ergebnis wird über ((1 + r)¹² − 1) auf einen Jahreszins umgerechnet. Methodik in Anlehnung an die Preisangabenverordnung (PAngV). Die Monatsrate ergibt sich aus der Annuitätenformel auf den vollen Nennbetrag. Laufende oder ratierlich gezahlte Kosten werden nicht abgebildet. Richtwerte ohne Gewähr, keine Kredit- oder Finanzberatung.

Stand: 01.06.2026 Redaktion Rechify Interner Zinsfuß · PAngV

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