Vorsorge & Rente 2026
Die gesetzliche Rente ersetzt nur einen Teil deines letzten Nettos — der Rest ist deine Rentenlücke. Dieser Rechner zeigt, wie viel Geld dir im Alter monatlich fehlt und welche Sparrate du heute brauchst, um die Lücke bis zum Renteneintritt zu schließen. Auf Wunsch inklusive Inflation und realistischer Anlagerendite.
Bei 2.400 € Netto, 80 % Wunschniveau und 1.250 € gesetzlicher Rente fehlen rund 670 € im Monat. Um diese Lücke bis zur Rente (30 Jahre, 2 % Inflation, 5 % Rendite) zu schließen, brauchst du eine Sparrate von etwa 385 €/Monat. Passe die Werte oben an deine Situation an.
Die Rentenlücke (auch Versorgungslücke) ist die Differenz zwischen dem Geld, das du im Ruhestand monatlich brauchst, und dem, was gesetzliche und sonstige Renten tatsächlich auszahlen. Weil das gesetzliche Rentenniveau bei rund 48 % liegt und auch von der Rente noch Beiträge und ggf. Steuern abgehen, klafft bei den meisten Menschen eine spürbare Lücke — die nur private oder betriebliche Vorsorge schließt.
Der Rechner geht in drei Schritten vor: Zuerst ermittelt er deinen Bedarf im Alter aus deinem heutigen Netto und dem gewünschten Versorgungsniveau. Davon zieht er deine erwarteten Renten ab — übrig bleibt die monatliche Lücke. Aus Lücke, Rentenbezugsdauer und Anlagerendite berechnet er schließlich die nötige Sparrate.
Aktivierst du eine Inflationsrate, rechnet der Rechner die Lücke auf das Preisniveau zum Rentenbeginn hoch — denn 600 € fehlende Rente sind in 30 Jahren weniger wert als heute. Die nötige Sparrate steigt entsprechend.
Im Ruhestand sinken viele Ausgaben: Sparbeiträge für die Vorsorge selbst, Berufskosten, oft die Wohnkosten bei abbezahltem Eigentum. Als grobe Orientierung gelten 80 % des letzten Nettos — wer im Alter reisen oder den Lebensstandard voll halten will, rechnet eher mit 90–100 %.
Bei 2.400 € Netto und einem Wunschniveau von 80 % liegt der Bedarf bei 1.920 € im Monat. Decken gesetzliche Rente (1.250 €) und sonst nichts, bleibt eine Lücke von 670 € — vor Inflation. So entwickelt sich der Kapitalbedarf:
| Schritt | Wert |
|---|---|
| Bedarf (2.400 € × 80 %) | 1.920 € |
| − gesetzliche Rente (netto) | − 1.250 € |
| Lücke heute / Monat | 670 € |
| Lücke bei Rentenbeginn (2 % Infl., 30 J.) | ≈ 1.214 € |
| Kapitalbedarf (× 12 × 22 Jahre Bezug) | ≈ 320.500 € |
| Nötige Sparrate (5 % Rendite) | ≈ 385 €/Mon. |
Die Zahlen zeigen den Hebel der Zeit: Wer früher anfängt, verteilt den Kapitalbedarf auf mehr Jahre und profitiert länger vom Zinseszins — die monatliche Sparrate sinkt deutlich.
Je näher der Ruhestand, desto höher die nötige Sparrate für dieselbe Lücke. Richtwerte für eine Lücke von 670 €/Monat bei 5 % Rendite und 22 Jahren Bezug.
| Jahre bis zur Rente | Nötige Sparrate (real) | mit 2 % Inflation |
|---|---|---|
| 35 Jahre | ≈ 155 € | ≈ 305 € |
| 30 Jahre | ≈ 210 € | ≈ 385 € |
| 25 Jahre | ≈ 295 € | ≈ 490 € |
| 20 Jahre | ≈ 430 € | ≈ 640 € |
| 15 Jahre | ≈ 680 € | ≈ 900 € |
Die Werte sind gerundete Richtwerte zur Veranschaulichung; dein genaues Ergebnis liefert der Rechner oben mit deinen Eingaben.
Rentenniveau (Sicherungsniveau) rund 48 %: Haltelinie nach SGB VI. Bedarf = heutiges Netto × Wunschniveau; Sparrate = Annuitätenformel (nachschüssig) über die Ansparphase. Kapitalbedarf als Faustformel Lücke × 12 × Bezugsdauer (ohne Kapitalverzehr-Verzinsung in der Auszahlphase — bewusst konservativ). Inflations- und Renditeannahmen sind Eingaben; Standardwerte 2 % bzw. 5 % dienen nur als Orientierung. Richtwerte ohne Gewähr, keine Anlage- oder Rentenberatung.