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Öffentlicher Dienst 2026

Jahressonderzahlung im öffentlichen Dienst (TVöD & TV-L)

Die Jahressonderzahlung ist das Weihnachtsgeld im öffentlichen Dienst. Im TVöD VKA beträgt sie ab 2026 einheitlich 85 % des Monatsentgelts, beim Bund je nach Entgeltgruppe 75–95 %, im TV-L gestaffelt zwischen 32,53 und 88,14 %. Ausgezahlt wird sie mit dem Novembergehalt. Berechne deinen Brutto- und Netto-Betrag.

Stand: Januar 2026 § 20 TVöD / TV-L · Tarifabschluss 2025 Kostenlos & ohne Anmeldung
Tarif & Eingruppierung
Tarifbereich
Entgeltgruppe
MonatsentgeltØ Juli–September
Für die Netto-Schätzung
Steuerklasse
Bundesland
Kinderfür Pflegevers. & Soli/KiSt
KV-Zusatzbeitrag
%
Kirchensteuer
Jahressonderzahlung brutto
2.975,00
TVöD VKA (Kommunen) · EG 9a/9b/9c · 85 % von 3.500 €
Monatsentgelt (Ø Juli–Sep)3.500,00 €
Bemessungssatz85 %
Jahressonderzahlung brutto2.975,00 €
Steuern (geschätzt)− 832,00 €
Sozialabgaben (geschätzt)− 647,00 €
Netto (geschätzt)1.496,00 €
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Jahressonderzahlung = Weihnachtsgeld im öffentlichen Dienst

Die Jahressonderzahlung ersetzt im öffentlichen Dienst das frühere Weihnachts- und Urlaubsgeld. Ihre Höhe ist ein Prozentsatz des durchschnittlichen Monatsentgelts aus Juli, August und September. Im TVöD VKA sind das ab 2026 einheitlich 85 %, beim Bund 75–95 % und im TV-L 32,53–88,14 % — je nach Entgeltgruppe. Wie beim privatwirtschaftlichen Weihnachtsgeld ist sie voll steuer- und sozialabgabenpflichtig.

Wie hoch ist die Jahressonderzahlung 2026?

Die Bemessungssätze hängen vom Tarifbereich ab. Mit dem Tarifabschluss 2025 wurden die Sätze im TVöD ab 2026 angehoben und im VKA-Bereich vereinheitlicht. Der TV-L der Länder bleibt nach Entgeltgruppen gestaffelt.

Maßgeblich ist die Entgeltgruppe zum 1. September. Bemessungsgrundlage ist das durchschnittlich gezahlte Monatsentgelt der Monate Juli, August und September — ohne Überstunden, Mehrarbeit und Leistungsprämien.

TarifbereichEntgeltgruppenBemessungssatz 2026
TVöD VKA
Kommunen
EG 1–15 (alle)85,00 %
TVöD BundEG 1–895,00 %
EG 9a–1290,00 %
EG 13–1575,00 %
TV-L
Länder
EG 1–487,43 %
EG 5–888,14 %
EG 9a–1174,35 %
EG 12–1346,47 %
EG 14–1532,53 %

Im TVöD-B (Pflege) und TVöD-K (Krankenhaus) gelten in den Entgeltgruppen 1–8 abweichend 90 %. Sparkassen (TVöD-S) zahlen stattdessen eine eigene Sparkassensonderzahlung. Stand: Januar 2026.

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Was bringt die Jahressonderzahlung bei 3.500 € Monatsentgelt?

Die folgende Tabelle zeigt die Brutto-Jahressonderzahlung für ein durchschnittliches Monatsentgelt von 3.500 € — getrennt nach Tarifbereich und Entgeltgruppe. Ändere das Monatsentgelt im Rechner oben, um deine Werte zu sehen.

Tarifbereich & GruppeSatzBrutto-JSZ
TVöD VKA — alle Entgeltgruppen85 %2.975,00 €
TVöD Bund — EG 1–895 %3.325,00 €
TVöD Bund — EG 9a–1290 %3.150,00 €
TVöD Bund — EG 13–1575 %2.625,00 €
TV-L — EG 1–487,43 %3.060,05 €
TV-L — EG 5–888,14 %3.084,90 €
TV-L — EG 9a–1174,35 %2.602,25 €
TV-L — EG 12–1346,47 %1.626,45 €
TV-L — EG 14–1532,53 %1.138,55 €

Brutto-Jahressonderzahlung bei 3.500 € durchschnittlichem Monatsentgelt (Juli–September). Deine Auswahl ist hervorgehoben.

Wann wird die Jahressonderzahlung ausgezahlt?

Die Jahressonderzahlung wird mit dem Tabellenentgelt für November ausgezahlt (§ 20 Abs. 5 TVöD/TV-L). Ein Teilbetrag kann früher überwiesen werden. Anspruch hat, wer am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis steht.

Stichtag 1. Dezember: Wer vor dem 1. Dezember ausscheidet, hat keinen Anspruch — auch nicht anteilig. Das gilt bei Eigenkündigung, Aufhebungsvertrag, befristetem Auslaufen und sogar bei Renteneintritt.
Unterjähriger Eintritt: Wer im Laufe des Jahres anfängt, erhält die Zahlung anteilig — pro vollem Beschäftigungsmonat ein Zwölftel. Beginnt das Arbeitsverhältnis nach dem 1. Oktober (TVöD) bzw. 31. August (TV-L), dient der erste volle Monat als Bemessungsgrundlage.
Elternzeit & Mutterschutz: Ruht das Arbeitsverhältnis am Stichtag, bleibt der Anspruch bestehen, solange im Kalenderjahr zuvor Entgeltanspruch bestand. Reine Ruhezeiten ohne Entgelt können den Bemessungsbetrag mindern.

Neu ab 2026: Zeit statt Geld

Mit dem Tarifabschluss 2025 können Beschäftigte ab 2026 einen Teil der Jahressonderzahlung in bis zu drei freie Tage umwandeln („Zeit-statt-Geld-Modell"). Ein zusätzlicher Freistellungstag entspricht etwa 5,4 % der Jahressonderzahlung. Die Umwandlung ist freiwillig und auf Antrag. Ausgenommen sind unter anderem Krankenhäuser (TVöD-K) und Pflege-/Betreuungseinrichtungen (TVöD-B), die dafür höhere Bemessungssätze erhalten. Beim Bund gilt die Umwandlung ab 2026, die freien Tage sind erstmals 2027 nutzbar.

Wie viel bleibt netto von der Jahressonderzahlung?

Wie privatwirtschaftliches Weihnachtsgeld ist die Jahressonderzahlung voll steuer- und sozialabgabenpflichtig. Als Einmalzahlung („sonstiger Bezug") wird sie nach der Differenzmethode versteuert — der Steuersatz fällt höher aus als beim laufenden Lohn, weil die monatlichen Freibeträge schon verbraucht sind. Grob bleibt rund die Hälfte netto übrig. Die genaue Netto-Schätzung liefert der Rechner oben; für den laufenden Lohn nutzt du den Brutto-Netto-Rechner.

Berechnungsgrundlage

Bemessungssätze nach § 20 TVöD (VKA und Bund) bzw. § 20 TV-L in der ab 2026 geltenden Fassung (Tarifabschluss 2025). Bemessungszeitraum: durchschnittliches Monatsentgelt Juli–September. Die Netto-Schätzung folgt dem Lohnsteuerabzug für sonstige Bezüge (§ 39b Abs. 3 EStG) auf Basis des BMF-Programmablaufplans 2026; Sozialabgaben als Einmalzahlung bis zur anteiligen Jahres-Beitragsbemessungsgrenze (vereinfacht ohne Märzklausel). Unverbindliche Orientierung, keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Stand: Januar 2026 Redaktion Rechify § 20 TVöD / TV-L
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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Jahressonderzahlung im TVöD 2026?
Im TVöD VKA (Kommunen) beträgt sie ab 2026 einheitlich 85 % des durchschnittlichen Monatsentgelts (Juli–September). Beim Bund sind es 95 % (EG 1–8), 90 % (EG 9a–12) und 75 % (EG 13–15).
Wie hoch ist die Jahressonderzahlung im TV-L?
Im TV-L der Länder ist sie nach Entgeltgruppen gestaffelt: 87,43 % (EG 1–4), 88,14 % (EG 5–8), 74,35 % (EG 9a–11), 46,47 % (EG 12–13) und 32,53 % (EG 14–15) des durchschnittlichen Monatsentgelts.
Wann wird die Jahressonderzahlung ausgezahlt?
Mit dem Tabellenentgelt für November. Anspruch hat, wer am 1. Dezember im Arbeitsverhältnis steht. Ein Teilbetrag kann früher ausgezahlt werden.
Bekomme ich die Jahressonderzahlung bei Kündigung anteilig?
Nein. Maßgeblich ist allein der Bestand des Arbeitsverhältnisses am 1. Dezember. Wer vorher ausscheidet, erhält keine Zahlung — unabhängig vom Grund. Wer unterjährig eintritt und am 1. Dezember noch beschäftigt ist, bekommt pro vollem Monat ein Zwölftel.
Ist die Jahressonderzahlung steuerfrei?
Nein. Sie ist voll steuer- und sozialabgabenpflichtig und wird als Einmalzahlung („sonstiger Bezug") versteuert. Netto bleibt grob die Hälfte — der genaue Wert hängt von Steuerklasse, Bundesland, Kindern und Kirchensteuer ab.
Was ist der Unterschied zwischen TVöD VKA und Bund?
Der TVöD VKA gilt für Beschäftigte bei Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise, kommunale Einrichtungen), der TVöD Bund für Beschäftigte des Bundes. Die Bemessungssätze unterscheiden sich: VKA ab 2026 einheitlich 85 %, Bund nach Entgeltgruppe 75–95 %.

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