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Gehalt 2026

Urlaubsgeld: Was bleibt netto?

Urlaubsgeld ist eine Sonderzahlung des Arbeitgebers zusätzlich zum normalen Lohn. Weil es als Einmalzahlung versteuert wird, bleibt netto weniger übrig als beim laufenden Gehalt: Von 1.000 € Urlaubsgeld bleiben bei 3.000 € Monatsbrutto (Steuerklasse I) rund 508 € netto. Berechne deinen Wert — und lies, wie hoch, wann und ob steuerfrei.

Stand: Januar 2026 Amtlicher BMF-Programmablaufplan Kostenlos & ohne Anmeldung
Deine Angaben
Monatsbruttolaufender Lohn
Urlaubsgeldeinmalige Zahlung
Persönliches
Steuerklasse
Bundesland
Kinderfür Pflegevers. & Soli/KiSt
KV-Zusatzbeitrag
%
Kirchensteuer
Netto vom Urlaubsgeld
507,50
von 1.000 € · rund 50,7 % bleiben netto
Urlaubsgeld brutto1.000,00 €
Lohnsteuer− 275,00 €
Sozialabgaben− 217,50 €
Netto vom Urlaubsgeld507,50 €
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1.000 € Urlaubsgeld = rund 508 € netto (Steuerklasse I)

Urlaubsgeld ist voll steuer- und sozialabgabenpflichtig. Als Einmalzahlung wird es ohne die monatlichen Freibeträge versteuert, deshalb bleibt anteilig weniger übrig als beim laufenden Lohn: Von 1.000 € bleiben in Steuerklasse I rund 508 €, also gut die Hälfte. Wie viel genau bei dir ankommt, hängt von Steuerklasse, Bundesland, Kindern und Kirchensteuer ab — der Rechner oben zeigt deinen Fall.

Was ist Urlaubsgeld?

Urlaubsgeld ist eine zusätzliche Sonderzahlung des Arbeitgebers — meist einmal im Jahr zur Urlaubszeit. Es ist nicht gesetzlich vorgeschrieben: Ein Anspruch entsteht nur, wenn er im Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung, im Arbeitsvertrag oder durch betriebliche Übung geregelt ist.

Wichtig: Urlaubsgeld ist etwas anderes als das Urlaubsentgelt. Das Urlaubsentgelt ist die normale Lohnfortzahlung während des Urlaubs (darauf hast du Anspruch). Urlaubsgeld ist die freiwillige Extra-Zahlung obendrauf.

Tariflich oft üblich: In vielen Tarifverträgen (z. B. IG Metall, öffentlicher Dienst, Einzelhandel) ist Urlaubsgeld fest vereinbart — häufig als Prozentsatz eines Monatsentgelts oder als fester Betrag pro Urlaubstag.

Ist Urlaubsgeld steuerfrei?

Nein. Urlaubsgeld ist weder steuerfrei noch sozialabgabenfrei. Steuerlich gilt es als „sonstiger Bezug" und wird nach der Differenzmethode versteuert: Das Finanzamt rechnet die Jahreslohnsteuer einmal mit und einmal ohne Urlaubsgeld — die Differenz ist die Steuer auf die Sonderzahlung. Weil dabei die monatlichen Freibeträge schon durch den laufenden Lohn „verbraucht" sind, fällt der Steuersatz auf das Urlaubsgeld höher aus als auf einen normalen Gehaltsbestandteil.

Die folgende Tabelle zeigt, was von gängigen Urlaubsgeld-Beträgen netto übrig bleibt — beim Standardbeispiel 3.000 € Monatsbrutto, Steuerklasse I, Nordrhein-Westfalen. Passe den Rechner oben an, um deine Werte zu sehen.

UrlaubsgeldSteuernSozialabgabenNettoNetto %
500 €137,00 €108,75 €254,25 €50,8 %
1.000 €275,00 €217,50 €507,50 €50,7 %
1.500 €414,00 €326,25 €759,75 €50,6 %
2.000 €553,00 €435,00 €1.012,00 €50,6 %
3.000 €835,00 €652,50 €1.512,50 €50,4 %

Annahmen: 3.000 € Monatsbrutto, Steuerklasse I, Nordrhein-Westfalen, kinderlos, KV-Zusatzbeitrag 2,9 %, ohne Kirchensteuer.

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Wie viel Urlaubsgeld steht mir zu?

Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch und damit auch keine feste Höhe. Wie viel du bekommst, hängt von der Grundlage ab:

Tarifvertrag: häufig ein Prozentsatz des Monatsentgelts oder ein fester Betrag je Urlaubstag. In der Metall- und Elektroindustrie z. B. orientiert sich das zusätzliche Urlaubsgeld am tariflichen Stundenentgelt.
Betriebsvereinbarung / Arbeitsvertrag: Höhe und Auszahlungszeitpunkt sind dort individuell festgelegt.
Betriebliche Übung: Zahlt der Arbeitgeber drei Jahre in Folge vorbehaltlos Urlaubsgeld, kann daraus ein Anspruch auch für die Zukunft entstehen.

Wann wird Urlaubsgeld gezahlt?

Üblich ist die Auszahlung mit dem Lohn im Mai oder Juni — rechtzeitig vor der Haupturlaubszeit. Der genaue Termin steht im Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag. Manche Betriebe zahlen auch erst kurz vor Urlaubsantritt oder splitten den Betrag.

Was gilt bei Teilzeit, Minijob oder Kurzarbeit?

Teilzeit: Urlaubsgeld wird in der Regel anteilig nach der Arbeitszeit gezahlt — wer halbtags arbeitet, bekommt meist die Hälfte. Eine schlechtere Behandlung allein wegen der Teilzeit ist unzulässig.

Minijob: Auch Minijobber können Anspruch auf Urlaubsgeld haben. Achtung: Die Sonderzahlung zählt zum Verdienst und kann die Geringfügigkeitsgrenze (2026: 556 € im Monatsdurchschnitt) sprengen — plane sie ins Jahresentgelt ein.

Kurzarbeit: Ein vereinbarter Anspruch auf Urlaubsgeld bleibt grundsätzlich bestehen. Die Höhe kann sich aber mindern, wenn die Berechnungsgrundlage (z. B. das Entgelt) durch die Kurzarbeit sinkt — maßgeblich ist die jeweilige Tarif- oder Vertragsregelung.

Berechnungsgrundlage

Die Lohnsteuer auf das Urlaubsgeld wird als sonstiger Bezug nach der Differenzmethode (§ 39b Abs. 3 EStG) ermittelt — auf Basis des Programmablaufplans für die maschinelle Lohnsteuerberechnung 2026 des Bundesfinanzministeriums. Sozialabgaben fallen als Einmalzahlung bis zur anteiligen Jahres-Beitragsbemessungsgrenze an (vereinfacht ohne Märzklausel). Standardannahmen: Nordrhein-Westfalen, kinderlos, KV-Zusatzbeitrag 2,9 %, ohne Kirchensteuer. Unverbindliche Orientierung, keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Stand: Januar 2026 Redaktion Rechify BMF-Programmablaufplan 2026

Häufige Fragen

Ist Urlaubsgeld steuerfrei?
Nein. Urlaubsgeld ist voll steuer- und sozialabgabenpflichtig. Es wird als Einmalzahlung („sonstiger Bezug") versteuert, weshalb anteilig mehr abgeht als beim laufenden Lohn — von 1.000 € bleiben in Steuerklasse I rund 508 € netto.
Was bleibt von 1.000 € Urlaubsgeld netto?
Bei 3.000 € Monatsbrutto in Steuerklasse I bleiben von 1.000 € Urlaubsgeld rund 508 € netto — etwa 275 € gehen an Lohnsteuer, rund 218 € an Sozialabgaben. Bei höherem Gehalt bleibt anteilig etwas weniger.
Wie viel Urlaubsgeld steht mir zu?
Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch. Höhe und Anspruch ergeben sich aus Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag oder betrieblicher Übung. Tariflich ist oft ein Prozentsatz eines Monatsentgelts oder ein fester Betrag pro Urlaubstag vereinbart.
Wann wird Urlaubsgeld ausgezahlt?
Meist mit dem Lohn im Mai oder Juni, also vor der Haupturlaubszeit. Der genaue Termin steht im Tarif- oder Arbeitsvertrag.
Bekomme ich bei Kurzarbeit Urlaubsgeld?
Ein vereinbarter Anspruch bleibt grundsätzlich bestehen. Die Höhe kann sich aber verringern, wenn die Berechnungsgrundlage durch die Kurzarbeit sinkt — maßgeblich ist die Tarif- oder Vertragsregelung.

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