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Homeoffice-Pauschale & Arbeitszimmer: Was du absetzen kannst

Für jeden Tag im Homeoffice kannst du 6 € als Werbungskosten absetzen — maximal 1.260 € im Jahr (210 Tage), auch ohne separates Arbeitszimmer. Wer ein echtes häusliches Arbeitszimmer hat, das den Mittelpunkt der Arbeit bildet, kann stattdessen die tatsächlichen Raumkosten oder eine Jahrespauschale ansetzen. Hier erfährst du, welcher Weg sich für dich lohnt.

Stand: Januar 2026 Veranlagungsjahr 2025 § 4 Abs. 5 EStG
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Die Homeoffice-Pauschale (offiziell Tagespauschale) beträgt 6 € pro Arbeitstag, an dem du überwiegend zu Hause arbeitest — höchstens 1.260 € im Jahr, das entspricht 210 Tagen. Sie gilt seit 2023 dauerhaft und braucht kein separates Arbeitszimmer; der Küchentisch reicht. Sie zählt zu den Werbungskosten und wirkt damit nur, soweit deine gesamten Werbungskosten über dem Pauschbetrag von 1.230 € liegen.

Was ist die Homeoffice-Pauschale und wie hoch ist sie?

Für jeden Kalendertag, an dem du deine berufliche Tätigkeit überwiegend in der eigenen Wohnung ausübst, kannst du 6 € ansetzen. Gedeckelt ist das auf 1.260 € pro Jahr — also 210 Tage. Ob du dafür einen eigenen Raum hast oder am Esstisch sitzt, spielt keine Rolle.

Wichtig: Die Tagespauschale ist Teil der Werbungskosten. Da das Finanzamt ohnehin automatisch den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 € abzieht, bringt die Homeoffice-Pauschale nur dann zusätzliche Steuerersparnis, wenn deine Werbungskosten zusammen über dieser Grenze liegen — etwa in Kombination mit Pendlerpauschale, Arbeitsmitteln oder Fortbildungen.

MerkmalRegelung 2025
Betrag je Tag6 €
Höchstbetrag pro Jahr1.260 € (= 210 Tage)
Separates Arbeitszimmer nötig?nein
Voraussetzungüberwiegend zu Hause gearbeitet
SteuerlichWerbungskosten (Anlage N)
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Wann lohnt sich ein häusliches Arbeitszimmer statt der Pauschale?

Ein steuerlich anerkanntes häusliches Arbeitszimmer ist ein abgetrennter, nahezu ausschließlich beruflich genutzter Raum. Seit 2023 gilt: Bildet dieses Zimmer den Mittelpunkt deiner gesamten beruflichen Tätigkeit, kannst du entweder die tatsächlichen Kosten (anteilige Miete, Strom, Heizung) unbegrenzt absetzen oder pauschal eine Jahrespauschale von 1.260 € wählen.

Ist das Arbeitszimmer nicht der Mittelpunkt — etwa weil du auch im Büro des Arbeitgebers tätig bist — gibt es keinen gesonderten Arbeitszimmer-Abzug mehr. Dann bleibt nur die Homeoffice-Tagespauschale von 6 € pro Tag.

Tatsächliche Kosten: Anteilige Wohnkosten nach dem Flächenverhältnis des Zimmers — lohnt sich bei hoher Miete und großem Raum, erfordert aber Nachweise und ein „echtes" Arbeitszimmer.
Jahrespauschale 1.260 €: Ohne Einzelnachweis, wenn das Arbeitszimmer Mittelpunkt ist. Für Monate ohne Mittelpunkt wird sie anteilig (1/12) gekürzt.

Homeoffice-Pauschale oder Arbeitszimmer — was ist besser?

Für die meisten Arbeitnehmer ohne abgetrennten Raum ist die Tagespauschale der einzige und einfachste Weg. Ein Arbeitszimmer lohnt sich nur, wenn es echter Mittelpunkt der Arbeit ist und die tatsächlichen Kosten die 1.260 € spürbar übersteigen.

KriteriumHomeoffice-PauschaleHäusliches Arbeitszimmer
Eigener Raum nötigneinja (abgetrennt, fast nur beruflich)
Höhe6 €/Tag, max. 1.260 €tatsächliche Kosten oder 1.260 € pauschal
Voraussetzungüberwiegend zu Hause gearbeitetZimmer ist Mittelpunkt der Tätigkeit
NachweiseAnzahl Homeoffice-TageMietvertrag, Nebenkosten, Grundriss
Für wen typischAngestellte mit Büro-Mixz. B. komplett remote Arbeitende
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Kann ich Homeoffice und Pendlerpauschale am selben Tag absetzen?

Grundsätzlich nein. Für einen Arbeitstag gibt es entweder die Homeoffice-Pauschale (6 €) oder die Entfernungspauschale für die Fahrt zur Arbeit — nicht beides. Warst du an einem Tag im Büro und später zu Hause tätig, setzt du in der Regel die Fahrt an, weil sie meist mehr bringt.

Eine Ausnahme gilt, wenn dir für die Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht: Dann lassen sich an einem Tag sowohl die Fahrt zu einer Auswärtstätigkeit als auch die Homeoffice-Pauschale ansetzen. Für den Normalfall „Büro plus Homeoffice" bleibt es bei der Entweder-oder-Regel.

Tage sauber zählen: Notiere getrennt die reinen Homeoffice-Tage und die Bürotage. Mehr zur Entfernungspauschale steht im Ratgeber Werbungskosten absetzen.

Wie trage ich die Homeoffice-Pauschale in die Steuererklärung ein?

Die Tagespauschale gehört in die Anlage N bei den Werbungskosten. Du gibst die Zahl der Homeoffice-Tage an; das Finanzamt multipliziert mit 6 € und deckelt bei 1.260 €. Belege musst du in der Regel nicht mitschicken, solltest sie aber bei Nachfrage vorlegen können.

Beispiel: 180 Homeoffice-Tage × 6 € = 1.080 €. Zusammen mit 12 km Arbeitsweg an 40 Bürotagen (40 × 12 × 0,30 € = 144 €) und 50 € Arbeitsmitteln ergeben sich 1.274 € Werbungskosten — also 44 € über dem Pauschbetrag von 1.230 €.
Quellen & Methodik

Homeoffice-/Tagespauschale 6 €/Tag, max. 1.260 € pro Jahr, nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6c EStG (dauerhaft seit dem Jahressteuergesetz 2022). Häusliches Arbeitszimmer und Jahrespauschale 1.260 € nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG. Zuordnung als Werbungskosten in der Anlage N. Arbeitnehmer-Pauschbetrag 1.230 € nach § 9a EStG. Allgemeine Information, keine Steuerberatung — maßgeblich ist dein Finanzamt.

Stand: Januar 2026 Redaktion Rechify § 4 Abs. 5 EStG

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Homeoffice-Pauschale 2025?
6 € pro Tag im Homeoffice, höchstens 1.260 € im Jahr — das entspricht 210 Tagen. Die Pauschale gilt seit 2023 dauerhaft und ist Teil der Werbungskosten.
Brauche ich ein eigenes Arbeitszimmer für die Pauschale?
Nein. Die Tagespauschale gibt es unabhängig davon, ob du einen separaten Raum hast. Auch wer am Küchen- oder Esstisch arbeitet, kann die 6 € pro Tag ansetzen.
Wirkt sich die Pauschale immer steuerlich aus?
Nur, wenn deine gesamten Werbungskosten über dem Pauschbetrag von 1.230 € liegen. Das Finanzamt zieht diesen Betrag ohnehin automatisch ab — die Homeoffice-Pauschale bringt also erst zusätzliche Ersparnis, wenn du zusammen mit anderen Posten darüber kommst.
Was ist besser: Homeoffice-Pauschale oder Arbeitszimmer?
Für die meisten Angestellten ist die Tagespauschale der einfachste Weg. Ein Arbeitszimmer lohnt sich nur, wenn es ein abgetrennter Raum und der Mittelpunkt deiner Arbeit ist und die tatsächlichen Kosten deutlich über 1.260 € liegen.

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