Gehalt · Wissen
Das Brutto ist der vereinbarte Lohn vor allen Abzügen — die Grundlage, auf die Steuern und Sozialabgaben berechnet werden. Doch zum Bruttogehalt zählt mehr als nur das Grundgehalt: Zuschläge, Boni und geldwerte Vorteile gehören ebenfalls dazu.
Das Brutto bzw. Bruttogehalt ist der gesamte Arbeitslohn vor Abzug von Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und den Beiträgen zur Sozialversicherung. Es ist die Bemessungsgrundlage für sämtliche Abgaben und steht so im Arbeitsvertrag.
„Brutto" kommt aus dem Italienischen und bedeutet wörtlich „roh" oder „unrein" — gemeint ist ein Betrag, von dem noch nichts abgezogen wurde. Beim Gehalt ist das Bruttogehalt also der volle, vertraglich vereinbarte Lohn, bevor Steuern und Sozialversicherungsbeiträge einbehalten werden.
Viele setzen Brutto mit dem Grundgehalt gleich — tatsächlich ist es mehr. Zum steuer- und sozialversicherungspflichtigen Bruttoarbeitslohn gehören grundsätzlich alle Geldleistungen und geldwerten Vorteile aus dem Arbeitsverhältnis:
Auf der Gehaltsabrechnung tauchen oft mehrere „Brutto"-Zeilen auf. Sie unterscheiden sich, weil nicht jeder Lohnbestandteil gleich behandelt wird:
| Begriff | Was es ist | Wofür es zählt |
|---|---|---|
| Gesamtbrutto | alle Lohnbestandteile zusammen | Ausgangswert der Abrechnung |
| Steuer-Brutto | der steuerpflichtige Teil des Bruttos | Bemessung der Lohnsteuer |
| SV-Brutto | der sozialversicherungspflichtige Teil | Bemessung der Sozialabgaben (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) |
Wie diese Werte auf deiner Abrechnung zusammenspielen, zeigt der Ratgeber Gehaltsabrechnung lesen.
Das Prinzip „brutto = vor Abzügen" gilt nicht nur beim Gehalt:
Beim Gehalt ist der nächste Schritt immer derselbe: Vom Brutto werden die Abzüge abgezogen, übrig bleibt das Netto. Den genauen Unterschied zeigt der Ratgeber Brutto vs. Netto.
Begriffsbestimmung nach Einkommensteuergesetz (§ 19 EStG, Arbeitslohn) und Sozialgesetzbuch (SGB IV, Arbeitsentgelt). Stand der Werte: 2026. Allgemeine Information, keine Steuerberatung.