Das Netto ist der Betrag, der nach allen Abzügen tatsächlich auf deinem Konto landet — dein verfügbares Einkommen. Es entsteht, indem vom Brutto Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden. Dieser Ratgeber erklärt den Begriff, zeigt, wie das Netto entsteht, und nennt eine Faustregel, wie viel vom Brutto übrig bleibt.
Stand: Januar 2026Grundbegriff einfach erklärt
„Netto" stammt — wie „brutto" — aus dem Italienischen und bedeutet „rein". Gemeint ist der bereinigte Betrag: das, was nach Abzug aller Posten wirklich übrig bleibt. Das Nettogehalt ist deshalb die Zahl, die für deine Haushalts- und Finanzplanung zählt — nicht das oft deutlich höhere Brutto.
Netto — Definition
Das Netto bzw. Nettogehalt ist der Auszahlungsbetrag nach Abzug von Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und den Arbeitnehmerbeiträgen zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Es ist das tatsächlich verfügbare Einkommen.
Wie entsteht das Netto?
Das Netto ist kein eigener Wert, sondern das Ergebnis einer einfachen Rechnung: Brutto minus Steuern minus Sozialabgaben. In drei Schritten:
−SozialabgabenKranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (AN-Anteil)
=Nettogehaltder Betrag, der überwiesen wird
Welche Posten im Detail abgehen, erklären die Ratgeber Lohnsteuer und Sozialabgaben. Die vollständige Gegenüberstellung mit Rechenbeispiel findest du unter Brutto vs. Netto.
Wie viel Netto bleibt vom Brutto?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil das Netto von Steuerklasse, Bundesland, Kinderzahl und Kirchensteuer abhängt. Als grobe Orientierung bleiben aber etwa 55 bis 65 % des Bruttos als Netto übrig. Wichtig: Der Anteil sinkt, je mehr man verdient — der Einkommensteuertarif ist progressiv, höhere Einkommen werden mit einem höheren Satz besteuert.
Den genauen Wert berechnen
Faustregeln helfen nur grob. Dein exaktes Netto — abhängig von Steuerklasse, Bundesland und Kirchensteuer — liefert in Sekunden der Brutto-Netto-Rechner. Eine ausführliche Einordnung mit Tabellen bietet Wie viel bleibt vom Brutto?.
Netto bei Lohn, Rente und Preisen
Das Prinzip „netto = nach Abzügen" gilt über das Gehalt hinaus:
Nettolohn / Nettogehalt: Arbeitslohn nach Steuern und Sozialabgaben — der Auszahlungsbetrag.
Netto-Rente: die Rente nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.
Nettopreis: der Preis ohne Umsatzsteuer — relevant vor allem für Unternehmen, die die Vorsteuer abziehen.
Häufige Fragen
Was bedeutet Netto beim Gehalt?
Netto ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen tatsächlich ausgezahlt wird. Es ist das verfügbare Einkommen — die Zahl, mit der du tatsächlich planen kannst.
Wie berechne ich vom Brutto das Netto?
Vom Brutto werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer sowie die Arbeitnehmeranteile zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen. Der Rest ist das Netto. Den exakten Wert berechnet der Brutto-Netto-Rechner.
Wie viel Prozent vom Brutto sind netto?
Je nach Steuerklasse, Einkommen und Bundesland bleiben grob 55 bis 65 Prozent des Bruttos als Netto. Bei niedrigen Einkommen ist der Anteil höher, bei hohen Einkommen niedriger, weil der Steuersatz mit dem Einkommen steigt.
Ist das Netto jeden Monat gleich?
Bei gleichbleibendem Brutto meist ja. Es kann aber schwanken — etwa durch Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld, einen Wechsel der Steuerklasse, das Erreichen von Beitragsbemessungsgrenzen im Jahresverlauf oder geänderte Beitragssätze zum Jahreswechsel.
Quellen & Stand
Berechnungslogik nach BMF-Programmablaufplan 2026 (Stand 12.11.2025), Sozialversicherungsbeitragssätze 2026. Faustregel als grobe Orientierung. Allgemeine Information, keine Steuerberatung.