Gehalt · Wissen
Das Netto ist der Betrag, der nach allen Abzügen tatsächlich auf deinem Konto landet — dein verfügbares Einkommen. Es entsteht, indem vom Brutto Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden.
Das Netto bzw. Nettogehalt ist der Auszahlungsbetrag nach Abzug von Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und den Arbeitnehmerbeiträgen zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Es ist das tatsächlich verfügbare Einkommen.
„Netto" stammt — wie „brutto" — aus dem Italienischen und bedeutet „rein". Gemeint ist der bereinigte Betrag: das, was nach Abzug aller Posten wirklich übrig bleibt. Das Nettogehalt ist deshalb die Zahl, die für deine Haushalts- und Finanzplanung zählt — nicht das oft deutlich höhere Brutto.
Das Netto ist kein eigener Wert, sondern das Ergebnis einer einfachen Rechnung: Brutto minus Steuern minus Sozialabgaben. In vier Schritten:
Welche Posten im Detail abgehen, erklären die Ratgeber Lohnsteuer und Sozialabgaben. Die vollständige Gegenüberstellung mit Rechenbeispiel findest du unter Brutto vs. Netto.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil das Netto von Steuerklasse, Bundesland, Kinderzahl und Kirchensteuer abhängt. Als grobe Orientierung bleiben aber etwa 55 bis 65 % des Bruttos als Netto übrig. Wichtig: Der Anteil sinkt, je mehr man verdient — der Einkommensteuertarif ist progressiv, höhere Einkommen werden mit einem höheren Satz besteuert.
Das Prinzip „netto = nach Abzügen" gilt über das Gehalt hinaus:
Berechnungslogik nach BMF-Programmablaufplan 2026 (Stand 12.11.2025), Sozialversicherungsbeitragssätze 2026. Faustregel als grobe Orientierung. Allgemeine Information, keine Steuerberatung.